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Ortsgeschichte

Der Name des Ortes ist von dem durch den Ort fließenden Gewässer abgeleitet. Der Bachlauf wird schon im Jahr 801 in einer Schenkung des Walto an das Kloster Fulda aufgeführt. Rhina als Ort wird erstmals im Jahr 1003 erwähnt.

 

Mit einer Urkunde verleiht König Heinrich II. das Jagdrecht (Wildbann) für ein genau umschriebenes Gebiet, den Ehringswald, (Eherinevirst) an das Kloster Hersfeld. In der Grenzbeschreibung dieses Jagdgebietes werden die Orte Rhina (Rinaha) und u.a. auch Odensachsen und Mengshausen erwähnt.

 

In der urkundlichen Ersterwähnung wird der Ortsname Rinaha geschrieben. Im Jahr 1415 ist die Schreibweise Ryna . 1501 werden ein Obern Ryne und ein Unter Ryne erwähnt. Oberrheina erscheint im Jahr 1583 in den Annalen. 1835 findet man die Schreibweise Rheina in den Kirchenbüchern. In einer Landkarte aus dem Jahr 1547 ist der Name Rhen dokumentiert. (Zum vergrößern der Karte auf das Bild klicken)

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Verwaltung

Bis etwa 1050 gehörte Rhina in den Bereich des Klosters Fulda. Auf Grund seiner Grenzlage zwischen Hersfeld und Fulda gab es auch Zeiträume, in denen der Ort zu unterschiedlichen Herrschaftsbereichen zählte. So unterstand zeitweise das Unterdorf mit der Haunmühle den Herren von Trümbach (Trubenbach) und das Oberdorf mit der Rhinmühle wurde von Hessen verwaltet.

 

1735 gehörte Rhina zum Amt Hauneck. Zur Zeit Napoleons (1807-1812) zählte der Ort zum Kanton Holzheim, Distrikt Hersfeld, Departement Werra. Seit der Entstehung der Landkreise im Jahr 1821 war Rhina eine selbständige Gemeinde des Kreises Hünfeld.

 

Im Zuge der Gebietsreform im Jahr 1971 wurde Rhina in die neu gebildete Gemeinde Haunetal eingegliedert. Haunetal wurde 1972 dem Kreis Hersfeld zugeordnet.

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Kirchengeschichte

Bis zum Jahre 1570 befand sich die Pfarrei in Rhina. Wehrda war Filialkirche. Der Pfarrer wohnte bis dato auch in Rhina. Dem Haunecker Salbuch (Steuerkataster) von 1579 kann man entnehmen, dass die Herren von Trümbach auf Grund ihres Patronatsrechtes 1570 die Pfarrei nach Wehrda verlegten. Seit dieser Zeit ist Rhina Filialkirche. Die Kirche in Rhina wurde 1814 erbaut und 1830 erstmalig renoviert. Eine weitere Renovierung ist im Jahre 1949 dokumentiert. Während des 2. Weltkriegs wurden zwei der drei Glocken demontiert und eingeschmolzen. Erst im Jahr 1951 wurde das Geläut wieder vervollständigt. Bis Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts stand gegenüber dem Kircheneingang ein Denkmal zur Erinnerung an die Gefallenen der christlichen Gemeinde Rhina im 1. Weltkrieg. Das Denkmal wurde wegen dem durchgängigen Bau der heutigen Kirchstraße abgebaut und nicht wieder errichtet.

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Geschichte4
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Jüdische Vergangenheit

1631 wird ein jüdischer Bewohner in Rhina schriftlich erwähnt. Die erste Synagoge wurde im Jahr 1782 eingeweiht. Ein Grundstück zur Einrichtung eines jüdischen Friedhofs erwarb die Gemeinde im Jahre 1837. Die erste Beerdigung fand dort 1838 die letzte im Dezember 1938 statt. Die Synagoge wurde 1855 umgebaut, ein Schulgebäude wurde angebaut. 1860 erfolgte die Wiedereinweihung. Von 1860 bis 1905 war Rhina der einzige Ort in Preußen mit überwiegend jüdischer Bevölkerung. Im Jahr 1900 zählte man 298 jüdische und 276 christliche Einwohner. Am Morgen nach der Reichspogromnacht, am 10.11.1938, wurde die Synagoge und das Schulhaus durch Brandstiftung zerstört. Bis Ende Februar 1939 mussten die letzten Rhinaer Juden den Ort verlassen. Damit endete die 300-jährige Geschichte der Juden in Rhina. 1988 wurde auf dem jüdischen Friedhof ein Gedenkstein zur Erinnerung an die vertriebenen und ermordeten Rhinaer Juden errichtet. Im Jahre 2002 wurde am Dorfgemeinschaftshaus, dem ehemaligen Standort der Synagoge, eine Hinweistafel angebracht.

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