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Urkunde der Ersterwähnung

Heinrich II. verleiht dem Kloster Hersfeld den Wildbann über den Forst Eherinevirst.

 

Rohr 1003 Mai 30

Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreieinigkeit. Heinrich, durch göttliche Gnade König. Kund sei allen unseren Getreuen, den derzeitigen wie den zukünftigen, gleichwie uns der ehrwürdige Bernharius von Hersfeld flehentlich gebeten hat, daß wir dem Kloster der Abtei, die uns und unseren Vorgängern treu gedient hat, durch den Befehl dieser Anweisungen eine Freiheit (die im folgenden weiter erläutert wird) geben. Dies Geschenk das durch königliche Autorität die Zeiten überdauern wird, übertragen wir insbesondere zu Ehren des Altars des heiligen Wigbert jenem ehrwürdigen Abt Bernharius. Er habe die Freiheit zum Besitz der zu pflegenden Baumbestände und dazu einzelnen herrschaftlichen Wald, des Ehringswald in diesen Grenzen und diesem Umfang: Dies ist von dem Fluß Aula auf die Höhe gegenüber zum Salzberg, von dort zum Mühlbach und über den Fluß Beise an den Dörfern Rengshausen und Sterkelshausen vorbei an die Fulda, zum Ort, der Baumbach genannt wird, von Baumbach nach Breitungen, von dort zum Solium Gumberti (vermutlich eine Einsiedelei an der Stelle des späteren Klosters Blankenheim) , von diesem Ort durch die Mitte der Fulda Ukevordi und nach ´ infereor Nuuuisazi ´ (südlich von Ronshausen) , über den Yubach (Ziegenbach?) und die ´Hinzlaha ´ (Grabensenkung "Im Hörsel") in der Höhe, von hier zum Flußbett der tauben Herfa (linker Nebenfluß der Herfa) und zum Rindaha (vermutlich der im nördlichen Teil von Schenklengsfeld in die Solz mündende Bach Ring) , hier entlang bis zum Lauf der Wölf und von dort die Haune entlang bis nach Odensachsen und Rhina , von dort nach Menghausen und bis zur Mündung der Aula in die Fulda. In jenem Gebiet, welches in diesem Wald liegt und von den nämlichen Gewässern umflossen ist, soll bei der Strafe des königlichen Banns, keiner unserer Herrschaft, von welchem Stand auch immer, in den Genuß der Jagd kommen oder durch irgendeine List Tiere verfolgen, es sei denn der vorgenannte Abt Bernharius oder einer seiner Nachfolger habe ihm die Erlaubnis dazu gegeben. Damit diese unsere Verfügung mit unverminderter und unumstößlicher Kraft bestehe, haben wir sie mit eigener Hand unterschrieben und zur Bekräftigung mit dem Eindruck unseres Siegels versehen.

 

Signum domini Heinrici (M.) regis invictissimi.

Egilbertus cancellarius vice Uuilligisi archicappelani recog.

Gegeben in der dritten Kalende des Juni, im Jahre des Herrn 1003, in der ersten Indiktion, im ersten Jahr der Regierung Heinrichs zu Rohr.

 

Die in Klammern und kursiv gesetzten Worte sind Anmerkungen des Verfassers